Gemüsebrühe aus Resten und Abschnitten

vegane gemuesebruehe aus resten und abschnitten

Geht es euch auch oft so, dass ihr euch beim Kochen über die Berge an Schalen, Blättern, Abschnitten und anderen Resten ärgert, die beim Kochen so anfallen und meist auf dem Müll landen? Das Zeugs ist ja nicht schlecht, passt aber meist auch nicht wirklich ins eigentliche Gericht. Also was tun damit außer wegwerfen? Wie wäre es mit einer gesunden Gemüsebrühe ohne Glutamat, Konservierungsstoffe & Co.?

Ich sammle meist für eine Weile die Reste in Gefrierbeuteln im Gefrierfach, bis ich genügend für einen großen Topf Brühe zusammen habe. Das schöne daran: je nach Saison , je nach aktuellen Vorlieben meinerseits fallen jedesmal unterschiedliche Gemüsesorten an und geben der entstehenden Brühe natürlich jedes mal ihr ganz eigenes Aroma.

Gemüsereste:
Eigentlich immer dabei sind bei mir

  • Zwiebeln und Zwiebelschalen (Die Schalen geben der Brühe dabei auch gleich eine tolle Farbe)
  • Knoblauch
  • Zitronenschale und die Reste vom Auspressen
  • Knollensellerie und Staudensellerie
  • Möhren

ausserdem waren diesmal dabei

  • ein wenig Fenchel
  • Radieschen
  • Sellerie
  • Porree
  • Ingwer
  • Champignons
  • Kohlrabi
  • Erbsenschalen
  • Rosmarin

Ihr seht, bei den zu verwendenden Gemüsesorten sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Zu vermeiden sind natürlich Sachen wie Kartoffelschalen und definitiv auf den Müll gehören schimmlige oder faulige, eben verdorbene Sachen. Dass das Gemüse vor dem Schälen gründlich gewaschen werden sollte, versteht sich wohl von selbst. Mit Kohl bin ich aufgrund des dominanten Eigengeschmacks in der Brühe eher sparsam. Es soll ja schließlich eine Gemüsebrühe und keine Kohlsuppe werden.

Ich gebe alles in einen großen Topf, gieße mit Wasser auf, so dass das Gemüse grade so vollständig bedeckt ist und lasse es kurz aufkochen.

Vegane Gemüsebrühe Zutaten

Auch einige typische Gewürze dürfen nicht fehlen. Menge und Art der Gewürze ist natürlich dem Geschmack des Einzelnen überlassen. Experimentiert ruhig ein wenig!

Gewürze:

  • Pfefferkörner
  • Lorbeerblätter
  • Piment
  • Nelken
  • Senfkörner

Ich gebe also die Gewürze hinzu, lasse alles für 3-4 Stunden bei niedriger Hitze abgedeckt langsam köcheln und rühre ab und zu etwas um. Seht ihr die tolle Farbe, die sich entwickelt? Nun gieße ich das Ganze durch ein Sieb und drücke die ausgesiebten Reste ordentlich aus (keinen Tropfen verschwenden 😉 ). Den entstandenen Sud lasse ich bei mittlerer Hitze noch etwa 30 Minuten reduzieren, um so das Aroma zu verstärken.

Nun gieße ich die Brühe nochmals durch ein feines Sieb in vorher heiß ausgespülte Gläser. Deckel drauf und bis alles abgekühlt ist auf den Kopf stellen (die Gläser, nicht euch). Durch den beim Abkühlen entstehenden Unterdruck werden die Gläser dicht. Und Fertig.

Ihr werdet es gemerkt haben – diese Brühe ist nicht durch Salz konserviert. So sind bei der Verwendung weniger Grenzen gesetzt und die Brühe sollte trotzdem an einem kühlen Ort gelagert für einige Monate haltbar sein. Nach dem Öffnen eines Glases solltet ihr es aber auf jeden Fall im Kühlschrank aufbewahren.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.